Technische Analyse
Der US-Dollar stellt sich zu Wochenbeginn (MO 11:00) gegenüber dem Euro auf 1.3006 US-Dollar. Aus markttechnischer Sicht und auf Basis des Daily-Charts bewegt sich der EURUSD-Kurs momentan im sekundären Abwärtstrend. Der Support bei 1.2900 konnte auch mit der Eröffnung mittels Down-Gap noch nicht nachhaltig überwunden werden. Demzufolge bildet sich ein Umkehrstab aus, der jedoch seine Bestätigung noch nicht gefunden hat. Es wird sich zeigen ob sich eine Chance zur Long-Position eröffnet oder aber der primäre Abwärtstrend durch den nachhaltigen Bruch des Supports bei 1.2900 US-Dollar je Euro, bestätigt wird.
Somit ergeben sich folgenden Trademöglichkeiten unter Berücksichtigung von Candlestickformationen.
Long: @1.3075 Ziel @ 1.3190
@1.3282 Ziel @ 1.3470
Short: @1.2942 Ziel @ 1.2680 Support @ 1.2875, @ 1.2827
Fundamentale Analyse
Schauen wir uns den Verlauf der letzten Woche an.
Am Montag den 30.04.2012 war nicht viel passiert. An der Wall Street war die Stimmung aufgrund schwacher Arbeitslosenrückgänge von vorheriger Woche leicht getrübt. Das US- BIP wies ein schwaches Wachstum von 2,2% auf.
Der Chicago Einkaufsmanagerindex sei am 30.04.2012 von 62,2 Punkten im Vormonat auf 56,2 Zähler gesunken, teilte die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Montag mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 60,0 Punkte gerechnet. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen(finanzen.net). (-)
Dienstag 01.05.2012
Der ISM Einkaufmanager Index sei von 53,4 Punkten im Vormonat auf 54,8 Zähler gestiegen, teilte das Institute for Supply Management (ISM) in Washington mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Rückgang auf 53,0 Punkte gerechnet. (+)
Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.
Währenddessen haben im März die Bauausgaben überraschend wenig zugelegt. Im Monatsvergleich seien die Ausgaben um 0,1 Prozent gestiegen, teilte das US-Handelsministerium mit. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Im Februar waren die Ausgaben um revidierte 1,4 (zuvor 1,1) Prozent gesunken (-)
Mittwoch 02.05.2012
Die Zahl der Hypothekenanträge erhöhte sich um 0,1 % im Vergelcih zur vorherigen Woche in der diese um 0,3% sanken (+)
Das Wachstum der privaten Beschäftigten die mittels ADP-Arbeitsmarktbericht ermittelt wurden, stieg nur moderat an, im Vergleich zum Vormonat (119.000, im Vormonat 209.000) (-)
US-Industrieaufträge fielen im März wie von den Volkswirten richtig antizipiert um 1,5 Prozent, nach plus 1,1 Prozent im Februar (-)
Donnerstag 03.05.2012
Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verringerte sich um 27.000 (+)
Die US-Arbeitsproduktivität ist schwächer gesunken als erwartet (+)(-)
Der Bloomberg Consumer Comfort Index fiel ebenfalls auf -35,8 Punkte (-)
Der ISM Dienstleistungsindex fiel per April auf 53,3 Punkte (-)
Freitag 04.05.2012
US Arbeitsmarktberichte verzeichneten ebenfalls schwache Ergebnisse. (-)
In Europa sah die Stimmung derweil ebenfalls nicht rosig aus. Bis auf Deutschland, wiesen die meisten der Einkaufmanagerindizes für den Dienstleistungssektor wichtiger europäischer Länder, einen Rückgang auf. Lediglich der EU Einzelhandel stieg per März um 0,3%. Die EZB hat den Zinssatz bei 1% belassen und signalisiert damit erst mal einen defensiven Stil und gibt Anzeichen für ein stabiles Umfeld.
In Anbetracht der Daten würde ich zusammenfassend trotzdem den Euro favorisieren. Solange die US-Daten sich nicht deutlich verbessern, hat der US-Dollar seine Schwächen zu kaschieren bevor er wirklich Stärke zeigen kann.
Weitere Impulse können durch folgende Daten in dieser Woche auftreten:
07.05.2012
12:00: DE; Auftragseingang Industrie März
21:00: US; Verbraucherkredite März
08.05.2012
12:00: DE; Produktion produzierendes Gewerbe März
09.05.2012
16:00: US; Großhandel März
10.05.2012
10:00: EU; Key indicators for the euro area
12:00: DE; ifo Wirtschaftsklima Euroraum 2. Quartal
14:30: US; Erstanträge Arbeitslosenhilfe
14:30: US; Im- & Exportpreise April
14:30: US; Handelsbilanz März
20:00: US; Staatshaushalt April
11.05.2012
08:00: DE; Verbraucherpreise April
10:00: FR; IEA Internationaler Ölmarktbericht
10:00: EU; Langfristige Rendite öffentlicher Anleihen April
10:00: EU; EZB 3-Monats-Zinssätze April
14:30: US; Erzeugerpreis-Index April
15:55: US; Verbrauchervertrauen University of Michigan Mai (Preliminary)
